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Elementarschule

Elementarschule

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Alte Elementarschule Gernrode

Die Elementarschule war im Mittelalter und in der Renaissance in Mittel- und Westeuropa neben der Lateinschule der zweite grundständige Schultyp. Während die Elementarschule nur Grundkenntnisse in Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelte, bereitete die Lateinschule auf ein Studium oder eine kirchliche Laufbahn vor. Daneben entwickelten sich spezialisierte Schulen wie etwa Rechenschulen. Ein Großteil der Bevölkerung besuchte jedoch keine Schule.

Später stellt sie in der Entwicklung des gegliederten Schulsystems in Deutschland in der deutschen Schulgeschichte eine Form der Volksschule dar.[1][2][3] Es ist eine während der Kaiserzeit benutzte Vorgängerbezeichnung zu der heute üblichen Bezeichnung Grundschule. Oft wurde diese Bezeichnung jedoch auch synonym für Volksschule verwendet.

Auch die Vorschulen der Gymnasien und anderer höherer Schulen, einschließlich zahlreicher Privatschulen, bezeichnete man als Elementarschulen. Zu ihnen gehören auch die jüdischen Elementarschulen, wie etwa die in Baden.

Aufschwung im Allgemeinen nahm das Volksschulwesen besonders in der Zeit nach der Reformation, und die frühesten Schulen dieser Art finden sich in Wittenberg und Gernrode.

Diese Benennung gibt es bis heute im Englischen als Elementary School, im Italienischen als Scuola Elementare und im Französischen als école élémentaire.

Vergleiche auch Winkel-, Heck- oder Klippschulen.

Lehrer einer Elementarschule nennt man Elementarlehrer.[4]

Der an einer Elementarschule erteilte Unterricht wird Elementarunterricht genannt.[4] Vergleiche hierzu auch den Elementarbereich. Der Elementarunterricht wurde von Wilhelm von Humboldt ausführlich in seinem Königsberger Schulplan beschrieben. Als Lehrbuch für den Elementarunterricht diente lange Zeit Der Kleine Katechismus von Martin Luther, der in viele Sprachen übersetzt wurde.

Literatur

Wiktionary: Elementarschule – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Schülerverzeichnis resp. Fortschrittsbuch für die Elementarschule zu Obertiefenbach von 1862 bis 1883
  2. Schülerverzeichnis resp. Fortschrittsbuch für die Elementarschule zu Obertiefenbach von 1883 bis 1911
  3. „Elementarschule, Schule für den Elementarunterricht, veraltet für Volks- und Vorschule (s. d.). Im skandinavischen Norden nennt man die Gymnasien und Realschulen (süddeutsch: Mittelschulen) im Gegensatz zu den Universitäten und Akademien Elementarschulen (schwedisch: Elementarläroverkar).“ Artikel Elementarschule in Meyers Großem Konversations-Lexikon, Band 5. Leipzig 1906, S. 698 (Auszug auf Zeno.org).
  4. 12„Elementarschule (in Frankreich Primärschule), Anstalt zur Ertheilung des Elementarunterrichtes, d. h. ersten Unterrichtes der Kinder in den Elementen, d. h. den nothwendigsten und einfachsten Gegenständen des Wissens, wie Lesen, Schreiben, Rechnen etc. Der den Unterricht ertheilende heißt Elementarlehrer.“ Artikel Elementarschule in Pierer’s Universal-Lexikon, Band 5. Altenburg 1858, S. 628 (Auszug auf Zeno.org).